Yamaha P-35 Beispieltastatur

Die Entwickler des Yamaha P-35 wussten scheinbar, was ein Großteil der Zielgruppe will: Ein einfaches, aber dennoch gutes Digitalpiano! 

Yamaha hat so doch tatsächlich für knapp 450 € einen wahren Bestseller entwickelt!

Wer auf ein Digitalpiano als wohnzimmertaugliches Möbelstück verzichten kann, erhält mit dem transportablen und eher als „Stagepiano“ konziperten Yamaha P-35 sehr viel für sein Geld.

Für den fast unglaublichen Preis bietet Yamaha eine gute Graded Hammer Tastatur und einen guten Flügelklang.

Als transportables „Stagepiano“ ist es mit 11,5 kg wirklich so „leicht“, dass es sich recht problemlos transportieren bzw. variabel aufbewahren lässt.

Aus Prinzip ist das Yamaha P-35 ein  richtiger „Purist“ – keine Styles, keine Begleitautomatik, kein USB, kein AUX OUT, keine Ablenkung durch unzählige Funktionen.

Verkürzt kann man sagen: Ein simples, gutes Digitalpiano als Klavierersatz – unter diesem Gesichtspunkt auch mit wenigen Schwächen – fertig!


Purist: Yamaha P-35
 

Yamaha P-35 -hier mit optionalem Ständer


Doch nun zu den Details:

Was kann das Yamaha P-35 und was nicht?

[ + ] Die vollständige (88 Tasten umfassende)  gewichtete Tastatur ist angelehnt an traditionelle Klaviere mit ihrer Hammermechanik. Sie ist eine Graded Hammer Tastatur (GH), d. h. die Tasten der tiefen Töne sind schwerer gewichtet als die hohen, außerdem lässt sich die Anschlagsdynamik anpassen.

[ + ] klanglich überzeugt das Yamaha P-35 vor allem durch den Grand Piano Grundsound durch AWM (Advanced Wave Memory) Sampling

[ + ] Verarbeitung überzeugt sowohl bei der Tastatur als auch beim Gehäuse

[ – ] Bedienung aufgrund fehlender Bedienelemente nicht gerade intuitiv. So gibt es Tastenkombinationen für das Aufrufen eines Sounds (Kombination aus Tastatur und Funktionstaste)

[ – ] 32-stimmig für Layer-Sounds nicht optimal, für „reines“ Klavierspiel aber absolut ausreichend

[ – ] keine Styles, keine Aufnahmefunktion


Fazit

Das Yamaha P-35 punktet vor allem bei den grundlegenden Features wie Spielbarkeit, Klang oder Verarbeitung und konzentriert sich somit auf das Wesentliche eines Digitalpianos. Zusätzliche Funktionen, die für den ein oder anderen bedeutsam sind, fehlen.

Leider fehlt auch ein AUX OUT, um das Piano ohne Umwege an eine Heimanlage oder bei Auftritten anschließen zu können – hier lässt sich allerdings der Kopfhörer-Ausgang mit einem entsprechenden Adapter „umfunktionieren“.

Wer einen Klavierersatz ohne großen zusätzlichen Funktionsumfang sucht, wird für diesen Preis kaum etwas Besseres finden.


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Tipp: Das Yamaha P-35 wird standardmäßig nur mit Notenablage, Pedal/Fußschalter und Netzteil ausgeliefert. Ein Keyboardständer  – will man es nicht nur auf dem Küchentisch nutzen 😉 – ist notwendig.

Hier funktioniert ein einfaches Modell allerdings wirklich nicht, da das Instrument dann nur herumrutscht und wackelt. So sollte man mindestens in einen zweistrebigen Keyboardständer, z. B. für knapp 40 € von Classic Cantabile, oder den originalen Piano-Unterbau Yamaha L-85 für knapp 100 €, investieren.

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