Digitalpiano Vergleich Top 3 Budget

Digitalpianos 2017 aktuell im Vergleich: In der Preisregion von 400 – 600 EUR findet man mittlerweile sehr gute Instrumente, die zum Klavier lernen für Einsteiger, aber auch deutlich darüber hinaus geeignet sind. Einige übertreffen aufgrund der Qualität z. T. wesentlich teurere Modelle und machen richtig Spaß.


Die Top 3 der Digitalpiano-Budgetklasse

Aus der Vielzahl der Digitalpianos (E-Pianos, Stagepianos) wurden die Top 3 in der Budgetklasse ermittelt:


PLATZ 1: YAMAHA P-45 (bestes Digitalpiano 2017 Budget-Klasse)

Yamaha P-45 Bestes Digitalpiano 2016/2017

Digitalpiano Testsieger YAMAHA P-45

Vergleichsieger YAMAHA P-45 – hier mit optionalem Ständer

YAMAHA P-45 im Überblick

Der Vergleichssieger YAMAHA P-45 ist der aktuelle Nachfolger des sehr erfolgreichen P-35. Für knapp 450 Euro bekommt man eine richtig gute Graded Hammer Standard (GHS) Tastatur. In den tieferen Lagen sind die Tasten schwerer gewichtet als in den höheren Lagen. Insgesamt ist das Spielen der Tastatur ja ein subjektives Gefühl. Allerdings haben sich die Entwickler des renommierten E-Piano-Herstellers YAMAHA hier tatsächlich viel Mühe gegeben, eine angenehm und recht authentisch spielbare Klaviatur zu entwickeln. Die Anschlagsdynamik lässt sich individuell anpassen (neben „Fixed“ gibt es die 3 Stufen Hard/Medium/Soft). Für diesen Preis gibt es da nichts zu meckern.

(zum Vergleich Yamaha P-35/P-45 …)

Die Klangerzeugung (AWM Synthese) nutzt Naturklänge und simmuliert den Klang eines akustischen Klaviers. Gerade der Grand Piano Grundsound ist überzeugend und deckt hier für „Piano-Puristen“ das Wichtigste auf hohem Niveau ab. Im Vergleich zum Vorgänger  Yamaha P-35 ist das Digitalpiano jetzt 64-stimmig (statt 32-stimmig). Das ist zeitgemäß und beseitigt den „Flaschenhals“ bei Dual- bzw. Layeranwendungen. Mit Hilfe der Funktion „DUO“ wird z. B. die Tastatur in zwei identische Bereiche geteilt, damit Schüler dem Spielen des Lehrers beim Klavierunterricht folgen können.

Das Digitalpiano ist mit 11,5 Kilo äußerst leicht und damit auch transportabel und mit den eingebauten Lautsprechern (mit ausreichendem Klang für auch ein größeren Wohnraum) auch flexibel nutzbar. Es handelt sich genau genommen um ein sogenanntes Stagepiano.

Beim YAMAHA P-45 gibt es kein Display, damit ist die Bedienung nicht ganz so einfach. Wenn man allerdings das Prinzip (dank des Handbuchs) verstanden hat, sind Einstellungen mit Hilfe der Tastatur z. B. der Tonhöhe, der Metronom-Einstellungen usw. gar nicht so kompliziert.

Endlich gibt es auch eine USB-Schnittstelle zum Computer, um z. B. Software wie Notationsprogramme oder Sequenzer unkompliziert zu nutzen (dem „USB TO HOST“ fielen aber dafür die traditionellen MIDI-IN/OUT-Anschlüsse zum Opfer ).


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Fazit für den Vergleichssieger YAMAHA P-45:

PLUS

[ + ] äußerst attraktiver Preis

[ + ] Die sehr gute (88 Tasten umfassende) gewichtete Tastatur orientiert sich an traditionellen Klavieren mit Hammermechanik. Sie ist eine Graded Hammer Tastatur (GH), d. h. die Tasten der tiefen Töne sind schwerer gewichtet als die hohen, außerdem lässt sich die Anschlagsdynamik (Hard/Medium/Soft/Fixed) anpassen.

[ + ] klanglich überzeugt das Yamaha P-45 vor allem durch den Grand Piano Grundsound durch AWM (Advanced Wave Memory) Sampling

[ + ] Verarbeitung überzeugt sowohl bei der Tastatur als auch beim Gehäuse

[ + ] 64-stimmig ist optimal für Layersounds (also das „Übereinanderlegen von Klängen) und bietet damit ausreichend Reserven

[ + ] die Verbindung zum Computer wird einfach per USB-Kabel hergestellt und erlaubt die Einbindung in entsprechende Software

MINUS

[ – ] Bedienung ist aufgrund fehlender Bedienelemente nicht gerade intuitiv. So gibt es Tastenkombinationen für das Aufrufen eines Sounds (Kombination aus Tastatur und Funktionstaste)

[ – ] keine MIDI-Schnittstelle (ist allerdings durch den USB-Anschluss zeitgemäß ersetzt)

[ – ] kein AUX OUT (hier müsste mit einem Adapter der Kopfhörerausgang zum Anschließen an die Wohnzimmeranlage oder auf der Bühne genutzt werden)

[ – ] „Purist“ keine Styles, keine Aufnahmefunktion (allerdings auch kein „Erschlagen durch Funktionsvielfalt)


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PLATZ 2: ROLAND F-20

 

Roland F-20 Zweiter Platz Digitalpiano Vergleich 2016/2017

Roland F-20 Zweitplatzierter der Digitalpianos – hier mit optionalem Ständer

ROLAND F-20 im Überblick

Der 2. Platz geht an ein Digitalpiano des renommierten Herstellers ROLAND, der seit vielen Jahrzehnten für hervorragende Qualität für so manches legendäre Keyboard oder E-Piano gilt. Für ca. 600 Euro (in der Grundvariante ohne Ständer) ist das Roland F-20 tatsächlich ein Geheimtipp und mit seinen Vorzügen unter den Digitalpianos auf alle Fälle ein Empfehlung. Was sind jetzt die Highlights des Zweitplatzierten?

Da ist zunächst die hervorragende Tastatur zu nennen – mit graduierter Gewichtung. Die Ivory Feel-G Tastatur glänzt mit der Simulation des sogenannten Druckpunktes. Damit wird ein durchaus echtes Spielgefühl erzeugt, welches auch beim Üben zu einem realistischen kräftigen Anschlag führt.

Die von Roland als  „SuperNATURAL“ bezeichnete Tonerzeugung ist für den guten Piano-Sounds (6 Varianten) sowie für insgesamt 35 verschiedene Klänge wie E-Pianos (Rhodes, Wurlitzer etc.) und Streicher, Orgeln oder Pads verantwortlich.

Ansonsten gibt es eingebaute Begleitrhythmen mit intelligenter Akkorderkennung, Dual- und Split-Modi erlauben das Kombinieren von Sounds. Praktisch ist das Abspeichern von Songs per USB-Stick, die mit dem internen Recorder aufgenommen wurden.

Das Design ist kompakt aber schick (Holzgehäuse „schwarz“ oder „dunkles Walnuss“). Ein Dämpferpedal mit Halbpedalfunktion ist im Lieferumfang enthalten, ein passender Ständer (falls kein Bundleangebot) muss bei Bedarf zugekauft werden.

Interessant für Besitzer eines iPads: für 30,- Euro bekommt man einen WLAN-Adapter und mit der kostenlosen App Piano Partner ist die Bedienung deutlich komfortabler.


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Fazit für den Zweitplatzierten ROLAND F-20:

PLUS

[ + ] hervorragende Tastatur mit graduierter Gewichtung (Ivory Feel-G Tastatur)

[ + ] gute Sounds , decken alle Bereiche ab

[ + ] 128-stimmige Polyphonie: gut für Layer- und Split-Anwendungen

[ + ] Design (Holzoptik)

[ + ] individuelle Piano-Einstellungen (Saiten- und Dämpferresonanz, Key Off Resonanz, Gespreizte Stimmung)

[ + ] die Verbindung zum Computer wird einfach per USB-Kabel hergestellt und erlaubt die Einbindung in entsprechende Software

[ + ] Dämpferpedal (halbpedalfähig)

[ + ] AUX OUT (neben Kopfhörer-Ausgang) zum Anschluss an externe Beschallungsanlage

MINUS

[ – ] Bedienung ist aufgrund fehlender Bedienelemente nicht intuitiv (außer man nutzt die iPad-Apps)

[ – ] keine MIDI-Schnittstelle (allerdings USB-Anschluss an PC  ist vorhanden)

 


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PLATZ 3: Yamaha P-115

Yamaha P115 Zweiter Platz Digitalpiano Vergleich 2016/2017

 

YAMAHA P-115 – hier mit optinalem Ständer mit Pedaleinheit

 

YAMAHA P-115 im Überblick

Platz 3 geht wieder an YAMAHA!

Das Yamaha P-115 ist im Prinzip eine erhebliche Erweiterung des Digitalpiano Vergleichssiegers Yamaha P-45. Wer beim P-45 die ein oder andere Funktion vermisst, die in Richtung Arranger-Keyboard oder erweitertes E-Piano geht, wird möglicherweise für einen Aufpreis von 150,- EUR beim P-115 fündig. So bekommt man für ca. 600 EUR ein hervorragend ausgestattetes Instrument.

Man erhält nicht nur die beliebte Graded Hammer Klaviatur (GHS) des Bestsellers P-45 sondern auch eine raffinierte Klangverbesserung durch virtuelle „Saitenresonanz“. Soundtechnisch simuliert YAMAHA beeindruckend mit der „Pure CF Sound Engine“ den Yamaha Konzertflügel CFIIIS.

192-stimmige Polyphonie, 18 Voices (Sounds), Dual/Split/Layer und DUO-Funktion runden das Funktionsspektrum ab. Sogenannte Pianist Begleitstyles wandeln Akkorde in Begleitrhythmen und vollwertige Klavierbegleitungen. 10 Rhythmen ergänzen die Einsatzmöglichkeiten beim Üben und auf der Bühne.

Ein zusätzlicher Pedal-Eingang ist für optionale Pedaleinheit LP5A vorgesehen.

Wer beim Bestseller P-45 die Aufnahmefunktion oder den AUX OUT – Ausgang vermisst, wird sich beim P-115 freuen: Beides ist integriert und so ist nicht nur die Verbindung mit dem PC über USB möglich, sondern auch mittels echtem Line Out Ausgang der Anschluss an eine Beschallungsanlage.

Durch die kostenlose „Digital Piano Controller App“ sind mithilfe von iPhone oder iPad Einstellungen z. B. für die Klangfarben, Rhythmen usw. intuitiver möglich als über Taster bzw. Tastatur. Dafür ist ein zusätzliches Kabel nötig.

Das YAMAHA P-115 gibt es ausschließlich in den Farben schwarz (P-115B) und weiß (P-115WH).

Große Freude bringt (und das ist fast ein Alleinstellungsmerkmal) das Gewicht! Mit unter 12 kg ist das YAMAHA P-115 im Vergleich zur Konkurrenz richtig leicht und transportabel.


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YAMAHA P-115 bei Musikhaus Kirstein


Fazit für den Drittplatzierten YAMAHA P-115:

PLUS

[ + ]  sehr gute Graded Hammer Tastatur (GH), d. h. die Tasten der tiefen Töne sind schwerer gewichtet als die hohen, außerdem lässt sich die Anschlagsdynamik (Hard/Medium/Soft/Fixed) anpassen.

[ + ] guter Klang vor allem des Yamaha Konzertflügels CFIIIS „Pure CF Sound Engine“

[ + ] Pianist Begleitstyles

[ + ] gute Qualität bei der Verarbeitung

[ + ] 192-stimmig

[ + ] die Verbindung zum Computer per USB-Kabel

[ + ] AUX OUT zum Anschließen an die Wohnzimmeranlage oder auf der Bühne

[ + ] mit 11,8 kg ein Leichtgewicht unter den Digitalpianos und ideal für den Transport (ohne athletische Meisterleistungen)

[ + ] Digital Piano Controller App vereinfacht die Steuerung mittels iPad/iPhone

MINUS

[ – ] Bedienung ist ohne zusätzliche App (iPad) aufgrund fehlender Bedienelemente nicht gerade intuitiv. So gibt es Tastenkombinationen für das Aufrufen eines Sounds (Kombination aus Tastatur und Funktionstaste)

[ – ] keine MIDI-Schnittstelle (ist allerdings durch den USB-Anschluss zeitgemäß ersetzt)

Hier gibt es einen ausführlicheren Bericht über das P-115 mit Video und Vergleich zum Vorgänger-Modell YAMAHA P-105


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2 thoughts on “Die besten Digitalpianos 2017 – Top 3 in der Budgetklasse

  1. Warum ist das P115 von Yamaha nur auf Platz 3, wenn es einen besseren Klang hat und sehr viel besser ausgestattet ist, als der Testsieger P45??? Das widerspricht sicht doch erheblich!
    Ihr schreibt selbst, dass es die gleiche beliebte Klaviatur des Testsiegers P45 hat und einen raffiniert verbesserten Klang! Schon Euer erster Satz ist erheblich Widersprüchlich zu Eurer Platz-Bewertung!!!
    Eure Ausführungen:

    „Das Yamaha P-115 ist im Prinzip eine erhebliche Erweiterung des Digitalpiano Testsiegers Yamaha P-45. Wer beim Testsieger die ein oder andere Funktion vermisst, die in Richtung Arranger-Keyboard oder erweitertes E-Piano geht, wird möglicherweise für einen Aufpreis von 150,- EUR beim P-115 fündig. So bekommt man für ca. 600 EUR ein hervorragend ausgestattetes Instrument.
    Man erhält nicht nur die beliebte Graded Hammer Klaviatur (GHS) des Bestsellers P-45 sondern auch eine raffinierte Klangverbesserung durch virtuelle „Saitenresonanz“. Soundtechnisch simuliert YAMAHA beeindruckend mit der „Pure CF Sound Engine“ den Yamaha Konzertflügel CFIIIS.
    192-stimmige Polyphonie, 18 Voices (Sounds), Dual/Split/Layer und DUO-Funktion runden das Funktionsspektrum ab.

    Ein zusätzlicher Pedal-Eingang ist für optionale Pedaleinheit LP5A vorgesehen.
    Wer beim Bestseller P-45 die Aufnahmefunktion oder den AUX OUT – Ausgang vermisst, wird sich beim P-115 freuen: Beides ist integriert und so ist nicht nur die Verbindung mit dem PC über USB möglich, sondern auch mittels echtem Line Out Ausgang der Anschluss an eine Beschallungsanlage.
    Durch die kostenlose „Digital Piano Controller App“ sind mithilfe von iPhone oder iPad Einstellungen z. B. für die Klangfarben, Rhythmen usw. intuitiver möglich als über Taster bzw. Tastatur. “

    Ihr solltet Eure eigene PLatz-Bewertung noch einmal überdenken, oder das P115 deutlich weniger loben, als das P45! Dann würde Eure Platzbewertung schon eher stimmen!
    Aber nach Eurem eigenen ausführlichen Bericht, ist Eure Platz-Bewertung sehr stark widersprüchlich!

    1. Vielen Dank für die Anmerkungen. Es ist tatsächlich nicht leicht, die verschiedenen Aspekte der Instrumente für eine objektive Reihenfolge zu wichten. Ausschlaggebend für Platz 1 des YAMAHA P-45 in der Budget-Klasse ist vor allem auch der attraktive Preis. Wer eine bessere Ausstattung will/benötigt muss momentan ca. 200 EUR mehr für das P-115 hinlegen.
      Das P-45 ist quasi in dieser Klasse so etwas der Preis-/Leistungssieger. Vielleicht werde ich diesen Aspekt noch deutlicher herausstellen. Danke und viele Grüße!

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