Begriffe Digitalpianos Notiz

Dual, Split, Styles? Wie bitte? Die meisten sind aufgrund der vielen Begriffe und umfangreichen Funktionen von Digitalpianos zunächst überfordert. Die folgende Übersicht erklärt kurz und knapp das Wesentliche und bringt Licht in den Begriffs-Jungle.

Die Eigenschaften von Digitalpianos kurz erklärt:

88 Tasten / Hammermechanik – 88 Tasten bilden die vollständige Klaviertastatur, Hammermechanik ist dem „echten“ Klavier nachempfunden – s. auch Artikel zur Hammermechanik

32/64/128-stimmig – beschreibt die sog. Polyphonie, d. h. pro gedrückter Taste benötige ich 1 Stimme – bei 32-stimmig (32facher Polyphonie) kann ich also maximal 32 Tasten gleichzeitig drücken und jede der 32 Tasten bringt noch einen Ton hervor. Wenn aber ein Klang aus 2 Sounds besteht (Piano, Streicher) ist beim gleichzeitigen Drücken von 16 Tasten Schluss. Mehr Stimmen ist immer besser, vor allem bei übereinandergelegten Sounds und umfangreichen Akkorden.

Sounds – die Anzahl der verfügbaren Klänge, meist gibt es neben dem Klaviersound auch E-Piano, Streicher usw.

Styles – mit Hilfe von Styles kann man sein Pianospiel „begleiten“ lassen, Styles sind meist komplette Arrangements, die aus Rhythmus, Bass, und anderen Begleitinstrumenten bestehen

Dual / Split – im Dualmodus kann ich 2 Sounds (z. B. Piano und Streicher) übereinanderlegen, d. h. gleichzeitig spielen, im Splitmodus spielt die linke Hand z. B. Piano, während die rechte einen anderen Sound spielt

Metronom – mit einem Metronom kann ich ein gleichmäßiges Tempo „anschlagen“ lassen, das Tempo ist aber variabel einstellbar

Transponierfkt. – mit Hilfe dieser Funktione kann ich schnell ein Stück in einer anderen „Lage“ z. B. eine Terz höher erklingen lassen, ohne etwas anderes zu spielen

Aufnahmefkt. – diese Fkt. nimmt nicht nur mein gerade gespieltes Stück auf, es spielt es auch auf Knopfdruck wieder ab

Pedale – Digitalpianos sind mit 1 bis 3 Pedalen ausgestattet:

  • (1) das wichtigste Pedal (bei mehreren Pedalen ganz rechts), ist das Sustain-Pedal (Dämpfer-Pedal),  es simmuliert auch beim Digitalpiano den Vorgang, dass alle Dämpfer von den Saiten abgehoben werden
  • (2) das linke Pedal nennt man „Pianopedal“ (auch Leisepedal/Softpedal) , es eignet sich für einen weichen, gedämpften Klang
  • (3) das mittlere Pedal (oft bei einem Flügel) ist eher selten und wird kaum genutzt, es ist das so genannte Sostenuto- oder auch Tonhalte-, Tonhaltungs- bzw. Steinway-Pedal, es hält nur den Dämpfer der gespielten Saite zurück (und nicht alle wie das Sustainpedal)

Kopfhöreranschl. – eine wichtige Eigenschaft (und häufig auch ein Kaufargument für ein digitales Piano) ist der Kopfhöreranschluss, durch das Einstecken eines Kopfhörer werden die Lautsprecher stumm geschaltet, 2 Kopfhöreranschlüsse eignen sich z. B. für 4-händiges Spiel oder für das gleichzeitige Hören durch Lehrer und Schüler

MIDI / USB – über MIDI-Kabel lassen sich vor allem andere Soundmodule oder Keyboards ansteuern, USB eignet sich vor allem für die Anbindung an den PC z. B. an ein Sequenzer-Programm oder Sound-Plugins im Computer

Aux Out / Aux In – (Out) bezeichnet die Möglichkeit das Instrument mittels Kabel an eine Verstärker- bzw. Heimanlage anzuschließen, (In) ist ein Eingang, d. h. eine Soundquelle wie ein Mp3-Player lässt über das Digitalpiano „hörbar“ machen

Lautsprecher – in der Regel sind Digitalpianos mit 2 Lautsprechern /stereo) ausgestattet

Sicher ließe sich die Liste noch weiter fortführen. Dennoch hoffe ich, dass die aufgeführten Begriffe schon einmal einen guten Überblick über die Eigenschaften und Ausstattungsmerkmale von Digitalpianos geben.

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