Digitalpiano, Stagepiano, E-Piano, Keyboard

Hinter den verschiedenen Begriffen stecken auch ganz unterschiedliche Konzepte. Hier mein Versuch, etwas Ordnung in die unterschiedlichen Begriffe zu bringen …


Digitalpiano

Mit dem Begriff „Digitalpiano“ werden heute Instrumente bezeichnet, die Klang und Spielgefühl von akustischen Klavieren nachahmen. Sie stehen an einem festen Ort, sind mit einem festen Korpus ausgestattet, der auch optisch an das hochwertige Aussehen eines Klaviers erinnert. Ein Transport, z. B. zu einem Auftritt ist, schon aufgrund des meist höheren Gewichts, nicht vorgesehen. Natürlich sind Digitalpianos mit einer 88-Tasten-Klaviatur wie bei einem echten Klavier ausgestattet, die ein möglichst authentisches Spielgefühl vermitteln soll.


Stagepiano

Ein Stagepiano hat keinen Korpus und ist aufgrund des relativ geringen Gewichts transportabel. Es wird auf einen – meist auch transportablen – Ständer gestellt. Das ist praktisch, weil das Stagepiano zu einem Auftritt (also z. B. auf eine Bühne) mitgenommen werden kann. Andererseits unterscheidet sich die 88-Tasten-Klaviatur und  der Klaviersound oftmals nicht von typischen Digitalpianos.


E-Piano

Unter einem E-Piano versteht man in der Regel ein „Elektrisches Piano“, mitunter auch ein „Elektronisches Piano“, was nicht unbedingt die Nachahmung eines Klaviers beabsichtigt. Oft ist „E-Piano“ ein anderer Begriff für „Digitalpiano“. Besser ist allerdings, mit dem Begriff „E-Piano“ elektrische (elektro-mechanische) Pianos zu bezeichnen. Hier ist die Klangerzeugung mechanisch und wird elektrisch verstärkt. Bekannte E-Pianos wie das Rhodes, Fender, Wurlitzer, Hohner Clavinet haben einen ganz eigenen, typischen – mittlerweile legendären – Sound.


Keyboard

Unter dem Begriff Keyboard werden elektronisches Tasteninstrumente mit 49, 61 oder 76 Tasten bezeichnet. Eine Hammermechanik ist nicht vorhanden, die Tasten sind wie bei einer Orgel bzw. Heimorgel leichtgängig. Keyboards sind „Portable Keyboards“, sie sind leicht und transportabel.  Oftmals verfügen sie über eine Begleitautomatik und haben in der Regel eine große Anzahl verschiedener Klangfarben (Sounds).


Synthesizer

Den Begriff Synthesizer hätte ich beinahe vergessen … Eigentlich passt er nicht so ganz in die Begriffsreihe. Synthesizer generieren vorrangig synthetische Klänge. Natürlich gibt es viele Parallelen, da in der Geschichte natürlich mit Hilfe von Synthesizern versucht wurde, akustische Instrumente (wie auch das Piano) zu simulieren. Der Begriff Synthesizer steht aber heute vorrangig für Geräte (meist Tasteninstrumente), die auf elektronischem Weg synthetische Klänge generieren.

 


Gerätekombinationen

Natürlich gibt es auch unterschiedliche Gerätekombinationen. Während sich einige Digitalpianos und Stagepianos hauptsächlich auf die „Simulation“ eines echten Pianos konzentrieren, legen andere Geräte Wert auf Sounds und Styles. So finden sich immer wieder Kombinationen, die z. B. über ausgefeilte „Arranger-Keyboard-Funktionen“ verfügen, – eigentlich ein typisches Merkmal von Keyboards.

Am besten kann man diese Mischform verstehen, wenn man sich diesen Artikel über das YAMAHA DGX-650 ansieht (mit Video!).

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