Digitalpianos Budget 2018

Welches ist aktuell (2018) das beste Digitalpiano in der Budget-Klasse (also im Preisbereich zwischen 300 und 600 EUR)?

Erstaunlicherweise sind die hier vorgestellten Top 3 der Digitalpiano-Budgetklasse in vielen Dingen selbst teureren Modellen überlegen. Wer mit einigen Abstrichen (vor allem im Funktionsumfang und im Design) leben kann, erhält für relativ kleines Geld schon ein ausgewachsenes Instrument, mit dem nicht nur Einsteiger zufrieden sein können.


Die Top 3 der Digitalpiano-Budgetklasse

In dieser aktualisierten Übersicht werden die besten Digitalpianos (E-Pianos, Stagepianos) näher vorgestellt und anhand ihrer Vor- und Nachteile miteinander vergleichbar.


PLATZ 1: YAMAHA P-45 (Vergleichsieger 2018 Budget-Klasse)

Yamaha P-45 Bestes Digitalpiano 2016/2017

Digitalpiano Testsieger YAMAHA P-45

Vergleichsieger YAMAHA P-45 – hier mit optionalem Ständer

 

Überblick Digitalpiano YAMAHA P-45

Inzwischen ist das YAMAHA P-45 schon fast wie sein Vorgänger P-35 ein Klassiker. Man könnte dieses Instrument fast als Standard für diese Bauweise und das hervorragende Qualitäts-/Preisverhältnis bezeichnen. Im sensationellen Preis (zwischen 350 und 450 EUR) enthalten: die sehr gute Graded Hammer Standard (GHS) Tastatur.

Die Tasten sind in den tiefen Lagen schwerer gewichtet als in den höheren. Obwohl es individuelle Vorlieben für die Klaviatur gibt, ist diese Tastatur definitiv nicht nur für Einsteiger geeignet, um ein authentisches, angenehmes Spielgefühl zu haben. Der Anschlag lässt sich  anpassen (neben „Fixed“ gibt es die 3 Stufen Hard/Medium/Soft). Diese Tastatur wird übrigens auch in anderen YAMAHA-Digitalpianos verbaut.

Die Klänge werden durch sogenannte AWM Synthese erzeugt (Advanced Wave Memory). Diese simuliert anhand echter natürlicher Klänge den „Sound“ eines akustischen Klaviers. So ist für Musiker, die kein akustisches Piano nutzen, in der Regel der Klavier-Grundsound entscheidend. Das „Grand Piano“ überzeugt und liefert einen ordentlichen Flügelsound.

Insgesamt stehen (nur) zehn Klänge zur Verfügung (Pianos, E-Piano, Strings, Organ, Harpsichord, Vibraphone). Das ist zwar spartanisch, aber für die meisten, die einen Klavierersatz suchen sowieso ausreichend. Im übrigen sind diese zusätzlichen Sounds qualitativ recht gut und laden zum Experimentieren ein.

Die 64-stimmige Polyphonie ist für den Anwendungszweck mehr als ausreichend. Arranger-Funktionen, die viele Stimmen erfordern und mit denen ganze Bands oder Orchester „gespielt“ werden sollen, sind eh nicht vorhanden.

Wichtig auch: Das eingebaute Stereo-Lautsprecherpaar. es liefert einen guten Klang, der für einen Wohnraum allemal ausreicht.

Die Funktion „DUO“ teilt die Tastatur in zwei identische Bereiche, Schüler können so z. B. dem Lehrer bei seinem Spiel direkt folgen.

Mit 11,5 kg gehört das Digitalpiano zu den Leichtgewichten, lässt sich leicht transportieren und ist somit flexibler nutzbar als „massive“ Wohnzimmer-Instrumente.  So kann man in diesem Zusammenhang auch eher von einem  Stagepiano sprechen.

Ein Display sucht man vergebens, die Bedienung ist nur mit Hilfe der Tastatur möglich. So werden z. B.  Transponierung oder Metronom-Einstellungen anfangs etwas umständlich erscheinen. Das ist in dieser Geräteklasse aber nicht ungewöhnlich.

Die USB-Schnittstelle zum Computer sorgt für die entsprechende Verbindung. Hier kann z. B. Software wie Notationsprogramme oder Sequenzer angesteuert werden. Die klassischen MIDI In/OUT Buchsen sind leider nicht vorhanden.

Insgesamt ist die Sache ganz simpel: Wer ein grundsolides Digitalpiano für das Wesentliche (nämlich Klavier-Klang und gute Tastatur) sucht, ist beim YAMAHA P-45 auf der sicheren Seite.


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Fazit Digitalpiano YAMAHA P-45:

PLUS

[ + ] sehr gute gewichtete Tastatur – Graded Hammer (GH), die tiefen Töne sind schwerer gewichtet, einstellbare Anschlagsdynamik (Hard/Medium/Soft/Fixed)

[ + ] sehr guter Grand-Piano-Grundsound

[ + ] gute Verarbeitung (Tastatur, Gehäuse …)

[ + ] eingebautes Metronom/Transponierfunktion/Dual-Modus

[ + ] USB-Anschluss an den Computer möglich

[ + ] hervorragendes Qualitäts-/Preisverhältnis

MINUS

[ – ] Bedienung „nur“ durch Kombinationen aus Tastatur und Funktionstasten, anfangs etwas umständlich

[ – ] begrenzte Anzahl an Klängen

[ – ] keine MIDI IN/OUT (stattdessen aber USB)

[ – ] kein AUX OUT (nur über Kopfhörerausgang kann Instrumment an Wohnzimmeranlage oder auf der Bühne angeschlossen werden)

[ – ] keine umfangreichen Funktionen, keine Styles, keine Aufnahmefunktion usw.


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PLATZ 2: KORG B1

Roland F-20 Zweiter Platz Digitalpiano Vergleich 2016/2017

Korg B1 E-Piano

Digitalpiano Korg B1 (mit optionalem Ständer)


Überblick Digitalpiano KORG B1

Auch die Firma Korg setzt mit dem KORG B1 den Schwerpunkt eindeutig auf „einfach und gut“. Relativ wenige Funktionen, eine spartanische Ausstattung stehen einer guten Tastatur und (wenigen) guten Klavierklängen gegenüber.

Die sogenannte „Natural-Weighted-Hammer-Action-Tastatur“ bietet 88 Tasten, die sich – analog zum echten akustischen Piano – differenziert spielen lassen. So benötigen die tiefen Töne einen härten Anschlag als die hohen.

Je nach individuellem Geschmack lässt sich auch hier einstellen, wie sich letztlich der Anschlag auf den Klang auswirkt. Dazu stehen 3 Anschlag-Dynamikkurven zur Verfügung.

Die spartanischen 8 Sounds bieten drei verschiedene  Akustikpianos, zwei E-Pianos, ein Cembalo und zwei Orgeln. Beim Konzertflügel wurden auch mitschwingende Saiten und Dämpferresonanzen mit eingebaut. Wer einen guten Klang sucht und wem diese Basisausstattung reicht, ist mit dem Korg B1 auf der sicheren Seite.

Aufgrund der 120-stimmigen Polyphonie besitzt das Instrument auch für anspruchsvolle Pianisten genügend Reserven.

Das Lautsprechersystem aus 2 Lautsprechern ist ausreichend, Kopfhöreranschluss (allerdings nur mit kleiner Klinkenbuchse) ist vorhanden. Weitere Anschlussmöglichkeiten – z. B. an einen Computer – fehlen.

Wie die meisten Instrumente in dieser Klasse punktet das Korg B1 mit seiner kompakten Bauweise und dem geringen Gewicht (11,8 kg).

Einschränkungen gibt es bei der Bedienung. Auch das ist in dieser Klasse typisch. Viele Funktionen werden über Kombinationen aus Tasten aufgerufen. Das ist wenig intuitiv, erfordert Übung und anfangs in der Regel immer mal wieder den Blick ins Handbuch. Vorteil: Auf das meist unschöne wirkende Display kann verzichtet werden.

Im Partner-Modus (Dual-Modus) wird die Tastatur in zwei gleiche Hälften unterteilt. Somit können Schüler und Lehrer mit Hilfe des gleichen Tonumfangs gemeinsam üben und musizieren.

Zur Ausstattung gehören auch ein eingebautes Metronom sowie die Möglichkeit zu transponieren (also die Tonlage an andere Instrumente anzupassen). Das zugehörige Notenpult ist praktisch gestaltet.

Im Lieferumfang befindet sich das Netzteil sowie ein Dämpfer -(Sustain-)Pedal, welches etwas brauchbarer ist als die üblichen „Taster“ der Konkurrenz.

Insgesamt gefällt das Design des Digitalpianos, welches es  nicht nur in schwarz sondern auch in weiß gibt. Gerade mit dem optionalen (nicht im Lieferumfang enthaltenen) Ständer wirkt das Instrument schon recht edel.

Wer ein günstiges schickes und solides Digitalpiano mit guter Tastatur und Klavierklang sucht, sollte sich unbedingt das Korg B1 genauer ansehen!


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Fazit für das Digitalpiano KORG B1

PLUS

[ + ] guter Klang

[ + ] gut spielbare Tastatur

[ + ] gefälliges Design

[ + ] Metronom, Transpose-Funktion

[ + ] Dual (Partner-)Modus

[ + ] geringes Gewicht, kompakt

[ + ] gutes Preis-/Leistungsverhältnis

MINUS

[ – ] „nur“ 8 (Grund-) Sounds

[ – ] keine Anzeige, etwas umständliche Bedienung

[ – ] kleine Klinkenbuchse für Kopfhörer

[ – ] keine weiteren Funktionen

[ – ] keine weiteren Anschlussmöglichkeiten (z. B. Midi oder USB)

 



PLATZ 3: Yamaha P-125

Yamaha P115 Zweiter Platz Digitalpiano Vergleich 2016/2017

Yamaha P-125 E-Piano

Digitalpiano Yamaha P-125


Überblick Digitalpiano YAMAHA P-125

Endlich hat Yamaha das in die Jahre gekommene Vorgängermodell P-115 deutlich verbessert. Damit können sich Interessenten ein Instrument leisten, denen das P-45 (unser Vergleichssieger) nicht genügend ausgestattet gewesen ist. Das Yamaha P-125 ist inzwischen teilweise schon unter 600 EUR zu haben.

Für diesen Preis erhält der Käufer die bewährte und vielseits gelobte  Graded Hammer Klaviatur (GHS) des „Klassikers“ P-45, bei der sich die tiefen Tasten (graduiert) etwas schwerer spielen lassen als die hohen.

Zusätzlich zu dieser gut spielbaren Klaviatur punktet das P-125 mit noch realistischeren Klangmöglichkeiten:  Die sogenannte Dämpfer- und  Saiten-Resonanz simulieren klangliche Vorgänge in einem echten Piano bzw. Flügel. Der legendere Yamaha CFIIIs -Konzertflügel wurde originalgetreu gesampelt. Vier Hall-Effekt-Typen ermöglichen eine gute Auswahl, um den individuell passenden Raumklang zu finden.

Das Yamaha P-125 verfügt generell über mehr Sounds (insgesamt 24 Klangfarben) als das preiswertere P-45. Eine Rhythmus-Sektion aus Schlagzeug und Bass verhilft mit seinen 20 Rhythmen dem gelangweilten Instrumentalisten zu einer kleinen „Band“.

Ebenso ist es mit einer Polyphonie von 192 Stimmen für den absoluten Profi-Musiker gerüstet.

Dual-/Split und Duo-Funktionen gehören selbstverständlich zur Ausstattung, damit lassen sich entweder Klänge übereinander schichten (Dual), mit der linekn Hand ein anderer Klang spielen als mit der rechten (Split) oder die Tastatur z. B. für Lehrer und Schüler in 2 identische Bereiche teilen (Duo).

Etwas fummelig ist – wie in dieser Geräteklasse oft – die Bedienung aus Funktionstasten und Tastatur.

Die Möglichkeit das Gespielte aufzunehmen erweitert das Instrument ebenfalls im Vergleich zum P 45. Die sogenannte Dämpferresonanz simuliert den akustischen Klang eines Klavieres noch detaillierter.

Über USB lässt sich das P 125 mit einen Computer oder weiteren iOS- bzw. Android-Geräten verbinden. Ebenfalls eine Erweiterung zum P 45 der Line-Ausgang. Damit ist der Anschluss an eine Anlage im Wohnzimmer oder auf der Bühne ohne Umwege professionell möglich.

2 Kopfhörer-Ausgange sind für das gemeinsame (lautlose) Üben vorgesehen. Ein eingebautes Metronom oder die Möglichkeit das Instrument zu stimmen bzw. zu transponieren ist natürlich auch vorhanden.

Das Lautsprecher-Paar mit 2 x 7 W sorgt für ordentlichen Klang durch das 2-Wege-System.

Das Gewicht ist gerade für den transportablen Einsatz angenehm gering.

Wer bereit ist, mehr als für ein Yamaha P-45 zu investieren, bekommt auch mehr – vor allem mehr Klänge, eine Rhythmus-Sektion und 2 bühnentaugliche Ausgänge.


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YAMAHA P-125 bei Musikhaus Kirstein


Fazit für den Drittplatzierten YAMAHA P-125:

PLUS

[ + ]  sehr gute Graded Hammer Tastatur (GH), Tasten der tiefen Töne sind schwerer gewichtet als die hohen

[ + ]  Anschlagsdynamik (Hard/Medium/Soft/Fixed) anpassen.

[ + ] guter Klang vor allem des Yamaha Konzertflügels CFIIIS „Pure CF Sound Engine“

[ + ] 20 abwechslungsreiche Klänge

[ + ] Rhythmus-Sektion aus Schlagzeug und Bass mit 20 Rhythmen

[ + ] Verarbeitsqualität

[ + ] 192-stimmig

[ + ] die Verbindung zum Computer (USB)

[ + ] professioneller AUX OUT zum Anschließen an die Wohnzimmeranlage oder auf der Bühne

[ + ] 2 Kopfhörer-Ausgänge

[ + ] Split-/Dual- und Duo-Funktion

[ + ] Metronom, Transpose

[ + ] mit 11,8 kg ein Leichtgewicht unter den Digitalpianos und ideal für den Transport (ohne athletische Meisterleistungen)

MINUS

[ – ] Bedienung nicht gerade intuitiv (Kombination aus Tastatur und Funktionstasten)

[ – ] keine MIDI-Schnittstelle (ist allerdings durch den USB-Anschluss zeitgemäß ersetzt)

[ – ] Preis im Vergleich zum P-45

 


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